In manchen Ländern gibt es dich scheinbar im Überfluss,
Dort wirst du konsumiert ohne dass man einen Gedanken an dich verschwendet.
In anderen Teilen der Welt jedoch bist du eine Rarität
Und dein Erscheinen versetzt Menschen in Freude.
So ist es mit dir wie mit vielen Dingen,
Wenn man sie hat, nimmt man sie nicht mehr wahr,
muss man darauf verzichten, dann sehnt man sich nach ihnen.
Im Senegal bestimmst du den Tagesablauf vieler Menschen.
Wenn du verschwindest, gehen die Lichter aus.
Bildschirme hören auf zu flimmern,
Das Eis im Gefrierschrank taut auf,
Selbst der Muezzin wird ganz still.
Bleibst du mal wieder aus,
Gehen in den Häusern die Kerzen an
Und man tut etwas ungewöhnliches:
Man liegt nur da und unterhält sich.
Ich verzichte hin und wieder gerne auf dich,
Und trotzdem, lieber Strom,
Bin ich froh, dass es dich gibt.
Bislang gab es noch keinen Tag an dem ich im Senegal bin an dem der Strom nicht mindestens für ein paar Stunden ausgefallen ist. Meistens bleibt es 2x täglich aus, allerdings ist es schwer vorherzusehen wann und wie lange genau. Auf der Arbeit haben wir einen Generator, der wrid dann angeschmissen und das ganze Gebäude erfüllt sich mit einem abscheulichen Benzingestank. Es ist ein Wunder, dass dort noch keiner an einer Stickstoffvergiftung gestorben ist. Allerdings kommt es auch schon mal vor, dass jemand vergessen hat Benzin für den Generator zu holen. Dann haben wir zwar keinen Strom, aber wenigstens weder Gestank noch Lärm.
Ausserdem macht einem der Strom manchmal einen Strich durch die Abendplanung. Einfach mal einen Film schauen oder nach hause telefonieren stellen sich als ernst zu nehmende Herausforderungen im senegalesischen Alltag heraus.
Trotz allem gewöhnt man sich schnell an die mittlerweile nicht mehr so neuen Umstände und man wird sogar ein bisschen spontaner.
Ausserdem macht einem der Strom manchmal einen Strich durch die Abendplanung. Einfach mal einen Film schauen oder nach hause telefonieren stellen sich als ernst zu nehmende Herausforderungen im senegalesischen Alltag heraus.
Trotz allem gewöhnt man sich schnell an die mittlerweile nicht mehr so neuen Umstände und man wird sogar ein bisschen spontaner.
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